SPD für Vergnügungspark am Messplatz

Die SPD-Gemeinderatsfraktion hat mit dem Vorsitzenden des Schaustellerverbands, am Neuen Messplatz, über die aktuelle Situation der Schausteller und ihre Perspektiven gesprochen. Dabei wurde deutlich, dass für die rund hundert betroffenen Betriebe eine schnelle Lösung gefunden werden muss.

Thorsten Riehle erklärt: „Wir brauchen jetzt eine Lösung, damit die rund 1.500 Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Familienangehörigen der Mannheimer Schausteller die Chance haben, den Sommer finanziell zu überstehen. Außerdem würden wir so Erfahrungen sammeln, um für das Spätjahr eine Perspektive zu schaffen. Fahrgeschäfte und Buden müssen länger als nur einige Tage stehen bleiben können. Andernfalls lohnt sich der Aufbau für die Unternehmen finanziell nicht.“

Stephan Schuster, erster Vorsitzender des Schaustellerverband Mannheim, kennt die aktuelle Situation unter den Schaustellerinnen und Schaustellern: “Es sind rund 100 Betriebe betroffen. Viele Insolvenzen stehen unmittelbar bevor und wir befürchten, dass viele Unternehmen keine weiteren Wochen mehr überstehen. Deswegen ist es wichtig jetzt zu reagieren und ihnen die Chance zu geben, wieder arbeiten zu können. Ein Konzept für den Vergnügungspark am Neuen Messplatz liegt bereits vor- auf grünes Licht oder eine Antwort warten wir allerdings noch.“

Ein wichtiger Aspekt ist, für Stadträtin Andrea Safferling, der Verzicht der Standgebühren am Neuen Messplatz: „Um finanziell wieder auf die Füße zu kommen ist es erforderlich, dass die Schausteller nicht direkt mit Ausgaben belastet werden.  Den Vergnügungsparks während des Sommers mehrere Wochen zu öffnen, finde ich ein positives Signal für die Stadt. Die Sommerferien stehen jetzt vor der Tür. Viele Familien fahren Corona bedingt nicht in Urlaub. Mit einem Vergnügungspark schafft man den zu Hause gebliebenen Familien und Jugendlichen eine gelungene Abwechslung über die Ferien.“

Dr. Stefan Fulst-Blei MdL will sich auch auf Landesebene für die Schausteller stark machen: „Es ist klar wie die Hilfe für Schausteller jetzt aussehen muss: sie brauchen Geld und eine schnelle Perspektive. Am wichtigsten ist allerdings die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher sowie aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort. Mit dem passenden Hygienekonzept und Einlassbeschränkungen ist das aber definitiv möglich und umsetzbar.“

Riehle ergänzt abschließend: “Mit einem geringen Eintrittspreis von zwei oder drei Euro im Vorverkauf, kann der Zugang zum Vergnügungspark reguliert werden. Dieses Geld kann dann für die Sonderausgaben wie Absperrungen und Einlasskontrolle verwendet werden. Wir sollten jetzt gemeinsam an der großen Lösung auf dem Neuen Messplatz arbeiten und dafür sorgen, dass eine schnelle Umsetzung gelingt und der Vergnügungspark demnächst öffnen kann.“

1 Kommentar

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Stephan Hofmannantworten
9. August 2020 um 22:04

Wenn man sieht, daß die großen Freizeitparks öffnen dürfen, und man gleichzeitig den kleinen Schaustellern eine Perspektive verweigert ist das eine riesen Sauerei. Die Großen dürfen, und die Kleinen gehen leer aus. So kann man diese Initiative von Thorsten Riehle nicht hoch genug einschätzen und Würdigen !

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