Trotz halbherziger Kehrtwende bei den Luftfiltern – SPD-Gemeinderatsfraktion kritisiert Kultusministerin Eisenmann wegen fehlender Führungsverantwortung

die Ankündigung der Kultusministerin, dass Schulen nunmehr doch Gelder zur Pandemiebekämpfung, so auch für den Einbau von Luftfiltern in Klassenzimmern, bereit gestellt bekommen sollen, veranlasst die SPD im Mannheimer Gemeinderat dennoch zu Kritik.

„Eisenmann hat sich endlich dem Druck der Lehrerverbände, der Eltern und der Schülerinnen und Schülern gebeugt, bleibt aber wieder einmal auf halber Strecke stehen“, kritisiert die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende und bildungspolitische Sprecherin Lena Kamrad die Entscheidung der Ministerin, die Verantwortung für die Investitionen auf die einzelnen Schulen abzuwälzen.

„Wir hätten erwartet, dass das Kultusministerium mit Frau Eisenmann an der Spitze den Sommer genutzt hat, um Konzepte zu erarbeiten, wie die Schulen gut über den Winter kommen. Dazu hätten auch Empfehlungen bezüglich der Luftfilter in den Klassenzimmern gehört, sowie die Ausstattung mit ausreichend Geräten. Die Schulleiterinnen und Schulleiter brauchen doch eine Orientierung und Handlungsempfehlung, wie sie ihre Schulen für die Lehrkräfte und Kinder sicherer machen können und dann auch ausreichend Finanzmittel um diese umzusetzen. Die vorgeschlagene Vorgehensweise drückt die Verantwortung nun auf die einzelnen Schulen ab. Führungsverantwortung in der Krise übernehmen will Ministerin Eisenmann offensichtlich nicht!“ ärgert sich Kamrad. „In der Pressemeldung des Kultusministeriums spricht die Ministerin von ca 15.000€ je Schule mit 500 SchülerInnen. Das ist nicht viel, wenn man davon ausgeht, dass ein Luftfiltergerät zwischen 1000-3000€ kostet. Dann könnten fünf Klassenzimmer pro Schule mit Luftfiltern ausgestattet werden, das ist bei Weitem zu wenig!“, so Kamrad weiter.

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