SPD will Drogenkonsumraum für Mannheim / Entlastung des öffentlichen Raumes durch Hilfsangebot für Suchtkranke

Thorsten Riehle, Fraktionsvorsitzender der SPD im Mannheimer Gemeinderat, besuchte seine Kollegin Yvette Melchien, Fraktionsvorsitzende der SPD in Karlsruhe, um den Drogenkonsumraum zu besichtigen. Petra Krauth und Eric Kramer von der AWO Karlsruhe, die den Raum betreibt, berichteten von den durchweg positiven Erfahrungen, die seit 2019 gesammelt wurden. Ein wichtiger Bestandteil des Erfolgskonzeptes sei die enge Zusammenarbeit mit Polizei, Ordnungsbehörde und Staatsanwaltschaft in einer Monitoring-Gruppe.

„Der Drogenkonsumraum gibt den Abhängigen die Möglichkeit unter hygienisch einwandfreien Bedingungen die Drogen zu konsumieren, gleichzeitig kann bei akuten medizinischen Notfällen sofort Hilfe geleistet werden. So kann der Konsum von Drogen im öffentlichen Raum, der das Unsicherheitsgefühl der BürgerInnen steigen lässt, vermieden werden“, erklärt Stadtrat Thorsten Riehle.

Seine Fraktionskollegin und gesundheitspolitische Sprecherin Prof. Dr. Heidrun Kämper unterstützt die Forderung nach einem Drogenkonsumraum in Mannheim: “Die Landesregierung hat unlängst die Drogenkonsumraumverordnung angepasst, um weiteren Kommunen das Einrichten von Drogenkonsumräumen zu ermöglichen. Sie weist dabei explizit auch auf ordnungs- und sicherheitspolitische Gesichtspunkte hin, weil der Drogenkonsumraum in Karlsruhe durch sein gutes Zusammenwirken von Polizei und Sozialarbeit zu einer Entlastung des öffentlichen Raumes geführt hat und ein niedrigschwelliges Hilfsangebot für die Suchtkranken darstellt. Deshalb wollen wir auch einen Drogenkonsumraum in Mannheim einrichten.“

Bildquellen

  • Riehle_Kaemper_b: SPD Mannheim

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