Isabel Cademartori zur Bundestagskandidatin der Sozialdemokraten gekürt

Isabel Cademartori ist die Bundestagskandidatin der Mannheimer Sozialdemokratie. Die 32-jährige Betriebswirtin und Wirtschaftspädagogin setzte sich bei der Nominierungskonferenz im Mannheimer Capitol deutlich gegen Stadträtin Claudia Schöning-Kalender und Lehramtsassessorin Ingeborg Riegl durch. Der SPD-Kreisvorstand hatte zuvor Cademartori als Kandidatin vorgeschlagen. “Sie ist eine junge, kompetente Frau, die wir gezielt aufbauen wollen. Aber wer heute auch gewinnt: wir werden auf jeden Fall nächstes mit einer Frau um das Direktmandat in Mannheim kämpfen”, stellte Stefan Fulst-Blei während der Konferenz fest. Nach einer Stunde und drei kämpferischen Bewerbungsreden stand das Ergebnis fest. Isabel Cademartori wurde mit 56 Stimmen und 65,9 % als Kandidatin zur Bundestagswahl gewählt. Claudia Schöning-Kalender erhielt 30,6% und Riegl 1,2 % der Stimmen, bei zwei Enthaltungen. Während Schöning-Kalender das Ziel, mehr gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen zum zentralen Motiv ihrer Vorstellung herausarbeitete, sprach sich Riegl dafür aus entschiedener gegen Altersarmut zu kämpfen.

Isabel Cademartori stellte in ihrer Bewerbungsrede ihre Vision einer gerechteren Gesellschaft in den Mittelpunkt. “Eine gerechte Gesellschaft ist eine, in der mehr Gleichheit herrscht. In der die Kinder der Neckarstadt-West genauso oft ein Abitur machen können, wie die aus der Oststadt. Das schaffen wir, indem wir für alle Chancen bereitstellen ihren selbstbestimmten Weg zu gehen und sie als Gemeinschaft, wann immer sie es brauchen, dabei unterstützen ihre Ziele zu erreichen.” Dabei hatte Cademartori aber auch das Thema Klimagerechtigkeit im Blick. “Ich werde keine Politik unterstützen, die dazu führt, dass das obere Drittel sich vom Klimaschutz freikaufen kann, während der Rest mit immer knappen werdenden Ressourcen zu kämpfen hat. Wir Sozialdemokratinnen stehen dafür ein, dass auf dem Weg in eine klimagerechte Zukunft wirklich alle mitgenommen werden”, so die Sozialdemokratin kämpferisch. 

In seiner Fürsprache erklärte Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz bezogen auf die Kandidatin: “Sie hat ein, vielleicht auch etwas aus der Zeit gekommenes, Politikverständnis, welches Politik nicht als Spiel betrachtet. Es folgt vielmehr der Beschreibung von Max Weber, der Politik als das “starke, langsame Bohren von harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmaß zugleich” bezeichnete. Isa bringt genau diese Kompetenzen mit – Leidenschaft, Augenmaß, Ausdauer und ein Blick auf das große Ganze. Ich unterstütze dieses Politikverständnis und unterstütze deshalb auch Isa als Kandidatin.”

Hier geht es zu den genauen Wahlergebnissen:

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