Schließung des Theresienkrankenhauses zum Monatswechsel: Verlässlichkeit für Beschäftigte und Sicherstellung der Gesundheitsversorgung hat für SPD oberste Priorität

Nachdem die BBT-Gruppe mitgeteilt hat, die stationäre Patientenversorgung am Theresienkrankenhaus zum 1. Juli 2026 einzustellen und am Diako zu bündeln, endet bereits zum Monatswechsel ein wichtiges Kapitel Mannheimer Krankenhausgeschichte. Die SPD im Mannheimer Gemeinderat und der SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Boris Weirauch sehen darin einen tiefen Einschnitt und fordern die Sicherstellung der Gesundheitsversorgung auf weiterhin höchstem Niveau sowie Verlässlichkeit für die Beschäftigten.

„Das Theresienkrankenhaus hat über viele Jahre eine wichtige Rolle in der medizinischen Versorgung Mannheims gespielt. Die Schließung ist ein erheblicher Einschnitt. Auch wenn die medizinischen Leistungen künftig am Diako gebündelt werden sollen, sehen wir die Entscheidung, einen gewachsenen Krankenhausstandort aufzugeben, weiterhin kritisch. Gesundheitliche Versorgung ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge und darf nicht ausschließlich nach wirtschaftlichen Maßstäben ausgerichtet werden“, erklärt der Fraktionsvorsitzende der SPD im Mannheimer Gemeinderat Reinhold Götz.

„Besonders schwer wiegt, dass sich die BBT-Gruppe bisher weder gegenüber der Öffentlichkeit noch gegenüber dem Gemeinderat um eine transparente Kommunikation bemüht hat. Auch der Umgang mit den Beschäftigten war zuletzt weit weg von dem, was wir als angemessen erachten und was diese nach teils jahrzehntelanger Tätigkeit am TKH verdient haben“, so Götz weiter.

Entscheidend sei nun, dass die Verlagerung der Leistungen an den Standort Diako ohne merkliche Einschränkungen erfolge. Die SPD sieht es als Notwendigkeit an, dass die Bevölkerung umfassend über die neuen Versorgungswege informiert wird.

Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Gemeinderatsfraktion, Karim Baghlani, betont: „Der Verlust des Theresienkrankenhauses ist für viele Bürgerinnen und Bürger ein schmerzhafter Schritt. Mit der angekündigten Erweiterung der Notaufnahme am Diako und der Abstimmung mit Rettungsdiensten und Universitätsklinikum sind notwendige Voraussetzungen bereits angegangen worden. Eine Neuordnung der Krankenhauslandschaft kann aber nur dann gelingen, wenn sie die Bevölkerung mitnimmt. Wenn die Notaufnahme des Theresienkrankenhauses ihren Betrieb einstellt, darf es keine Unklarheiten darüber geben, wohin sich Menschen in akuten Notfällen wenden müssen.“

Der SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Boris Weirauch, der sich gegenüber der Landesregierung für den Erhalt des Theresienkrankenhauses und eine Übernahme der Beschäftigten stark gemacht hatte, bezieht klar Position: „Die Schließung der Notaufnahme im TKH darf nicht zu Lasten der intensivmedizinischen Versorgung gehen. Wir werden im Auge behalten, ob eine vollständige Kompensation am Diako sichergestellt ist.“ Weirauch dankt zugleich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Theresienkrankenhauses: „Über Jahrzehnte hinweg haben die Beschäftigten des TKH Herausragendes für die Gesundheit der Menschen in Mannheim geleistet. Ihnen gebührt unser Respekt.“

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