SPD begrüßt Entwicklung bei der Rheindammsanierung: Spundwandlösung bietet Chance für Baumerhalt
Nach Prüfung der Grundwasserströme hat das Regierungspräsidium Karlsruhe bestätigt, dass eine selbsttragende Spundwand für die Rheindammsanierung geeignet ist. Die SPD im Mannheimer Gemeinderat begrüßt diese Entwicklung und sieht die Chance, wirksamen Hochwasserschutz und den weitgehenden Erhalt des Baumbestands zu vereinbaren. Dieser Weg müsse konsequent weiterverfolgt werden.
Ursprünglich beabsichtigte das Regierungspräsidium, den Damm zwischen dem Lindenhof und dem GKM überwiegend in Erdbauweise zu erneuern. Ein Fachgutachten stellte dar, dass mit einer Spundwandlösung die meisten Bäume erhalten werden könnten, ohne Abstriche beim Schutz der Bevölkerung zu machen.
Der umweltpolitische Sprecher der SPD-Gemeinderatsfraktion, Bernhard Boll, erklärt: „Dass das Regierungspräsidium die umweltverträgliche Spundwandlösung nun als technisch geeignete Lösung anerkennt, ist ein wichtiger Schritt. Unsere Position ist klar: maximaler Hochwasserschutz bei gleichzeitig größtmöglichem Schutz des Waldparks. Kritisch sehen wir, dass auf einem mehrere hundert Meter langen Damm-Abschnitt weiterhin Abholzungen drohen. Wir erwarten vom Regierungspräsidium auch hierfür alternative Lösungen. Alle technisch vertretbaren Möglichkeiten müssen ausgeschöpft werden, um unnötige Fällungen zu vermeiden. Der heiße Sommer, den wir derzeit erleben, zeigt eindrücklich den Wert unserer Bäume. Sie kühlen, spenden Schatten und tragen entscheidend zum Stadtklima und zur Artenvielfalt bei.“
Die SPD-Stadträtin vor Ort auf dem Lindenhof, Annalena Wirth, betont: „Für die Menschen am Rhein hat der Waldpark einen hohen Wert. Er ist ein attraktives Naherholungsgebiet und gehört zu den kühlen Orten in einer immer heißer werdenden Stadt. Deshalb muss die Rheindammsanierung so umgesetzt werden, dass die ökologischen Folgen so gering wie möglich bleiben. Die Sicherheit der Menschen vor Hochwasser hat gleichzeitig höchste Priorität. Die Spundwandlösung vereinbart diese Anforderungen. Wir erwarten, dass sie als Vorzugsvariante genutzt wird.“
Der Mannheimer SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Boris Weirauch begrüßt, dass die Landesregierung ihre Planungen zur Dammertüchtigung des Rheinhochwasserdamms in Mannheim endlich überarbeitet und nun eine Spundwandlösung ernsthaft in Erwägung zieht. Für diese Lösung hatte sich Weirauch an der Seite der Bürgerinitiativen über Jahre eingesetzt.
„Das ist ein wichtiger Erfolg für den Hochwasserschutz und den weitgehenden Erhalt des wertvollen Baumbestands zugleich. Für diese Lösung habe ich mich gemeinsam mit vielen Engagierten über Jahre hartnäckig eingesetzt. Unser gemeinsamer Einsatz hat sich gelohnt“, erklärt Weirauch. „Endlich nimmt die Landesregierung die berechtigten Einwände aus Mannheim und korrigiert ihre ursprüngliche Planung“, so Weirauch. Zugleich mahnt Weirauch an, das Planfeststellungsverfahren nun zügig abzuschließen. „Mannheim braucht einen wirksamen Hochwasserschutz – aber so naturverträglich wie möglich. Diesem Anspruch kommt die neue Planung deutlich näher als die ursprünglichen Pläne.“
Bildquellen
- tree-gcf419e63d_1920: SPD Mannheim
