Ausschreitungen bei Pokalspiel müssen Konsequenzen haben
Nach den schweren Ausschreitungen rund um das Pokalspiel zwischen dem SV Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern fordert die SPD-Gemeinderatsfraktion eine umfassende Aufarbeitung der Geschehnisse.
„Fußball darf emotional und ein Derby auch hitzig sein. Was wir jedoch im Carl-Benz-Stadion erleben mussten, ging weit darüber hinaus. Wer Feuerwerkskörper auf Zuschauer und Einsatzkräfte richtet, nimmt billigend in Kauf, dass Menschen zu Schaden kommen und hat im Stadion nichts verloren. Die Bilder aus Mannheim haben bundesweit für Entsetzen gesorgt und dürfen nicht ohne Konsequenzen bleiben. Mein Dank gilt den Einsatzkräften für ihr engagiertes Eingreifen. Allen Verletzten wünsche ich eine schnelle und vollständige Genesung“, so der Fraktionsvorsitzende der SPD-Gemeinderatsfraktion, Reinhold Götz.
Die SPD fordert deshalb, das zugrunde gelegte Sicherheitskonzept zeitnah im Ausschuss für Sicherheit und Ordnung zu thematisieren. Dabei müsse die gesamte Sicherheitskette in den Blick genommen werden – von den Kontrollen an den Zugängen über die Trennung der Fangruppen bis zum Vorgehen während der Eskalation.
„Obwohl Pyrotechnik ins Stadion gebracht, Absperrungen überwunden und Menschen verletzt wurden, lobt die Stadtspitze das funktionierende Sicherheitskonzept und verweist auf die geordnete An- und Abreise. Diese Bilanz greift deutlich zu kurz. Wir erwarten eine klare Aufarbeitung und kein vorschnelles ‚Weiter so‘“, kritisiert Götz. Entscheidend sei nun, mögliche Schwachstellen des Sicherheitskonzepts herauszuarbeiten und daraus Konsequenzen für künftige Hochrisikospiele zu ziehen.
Bildquellen
- Rasen: Stadt Mannheim
