SPD-Fraktion Mannheim

Unterstützung der Vereine bei der Kunstrasen-Debatte

Überlegungen der Europäischen Union zum Verbot von Plastikteilchen (Granulat) auf Kunstrasenplätzen verunsichern Vereine. Nach dem aktuell beschlossenen Förderungsstopp der Stadt für Kunstrasen mit Granulat droht möglicherweise auch ein Verbot. Jetzt ist es wichtig mögliche Alternativen zu finden und die Vereine zu begleiten.

Die Sportpolitische Sprecherin der SPD-Gemeinderatsfraktion Andrea Safferling weist darauf hin: „Sollte das Verbot von Granulat auf Kunstrasenplätzen beschlossen werden, müssen gleichzeitig Alternativen für die Vereine aufgezeigt und Unterstützung angeboten werden. Bietet Sand oder Kork als Füllmaterial einen vergleichbaren Schutz für Spielerinnen und Spieler? Kann regelmäßiges Bewässern des Kunstrasens den gleichen Effekt erzielen? Mit welchen Kosten müssen die Vereine bei einer Umrüstung rechnen?“

Fraktionsvorsitzender Ralf Eisenhauer ergänzt: „Nach dem einstimmigen Beschluss im Sport- und Freizeitausschuss des Gemeinderats, Kunstrasenplätze mit Granulat nicht mehr zu fördern, müssen wir zeitnah über Alternativen sprechen. Es ist wichtig, dass Lösungen gefunden werden, die für die Vereine bezahlbar sind und genügend Zeit für die Umstellung bieten.“

Unbestritten ist, dass jährlich große Mengen von Mikroplastik in Boden und Gewässer gelangen. Aufgenommen von Tieren können die Plastikpartikel dann auch in unserer Nahrungskette geraten. Dennoch betont Safferling: „Wichtig ist eine Lösung, die nachhaltig für Mensch und Umwelt ist und die Vereine bei der Umstellung nicht alleine lässt.“

Eine öffentliche Befragung durch die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) zur Verringerung von Mikroplastik-Granulat wird heute abgeschlossen, im Frühjahr 2020 ist dann mit den Ergebnissen zu rechnen. Danach wird die Europäische Kommission einen Vorschlag erarbeiten. Ein mögliches Verbot das im Raum steht, könnte ab 2021 in Kraft treten.

Safferling ergänzt: „Es ist wichtig zeitnah mit den Vereinen Kontakt aufzunehmen, um sie über die Entwicklungen zu informieren und beratend zur Seite zu stehen. Auch die Prüfung einer Übergangsfrist könnte helfen die Abläufe innerhalb der Vereine besser koordinieren zu können.“

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