SPD-Fraktion Mannheim

Quote für bezahlbares Wohnen auf Turley anwenden

Die SPD-Gemeinderatsfraktion fordert in einem Gemeinderatsantrag die neuen Eigentümer der Baufelder IV und V auf Turley auf, dort die 30-Prozent-Quote für bezahlbares Wohnen anzuwenden. Die bisher nicht verkaufte Fläche auf Turley an der Fritz-Salm-Straße soll für bezahlbares Wohnen genutzt werden.

Stadtrat Reinhold Götz, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Gemeinderatsfraktion, erklärt: „Wir setzen uns dafür ein, dass die 30-Prozent-Quote für bezahlbares Wohnen nun auch auf dem bisher nicht bebauten Areal auf Turley angewendet wird. Das wäre ein wichtiges Signal der neuen Eigentümer an die Mannheimer Bevölkerung, dass sie das Gebiet nicht für Spekulationszwecke nutzen wollen, sondern auf die angespannte Wohnungssituation in Mannheim Rücksicht nehmen wollen.“

Götz sagt weiter: „Die bisher sehr erfolgreiche Entwicklung von Turley, Taylor und Franklin gilt es fortzusetzen. Aufgrund des starken Anstiegs der Mieten in Mannheim hat der Gemeinderat die 30-Prozent-Quote für bezahlbares Wohnen beschlossen. Es wäre ein wichtiges Signal, wenn die neuen Eigentümer die geänderten Verhältnisse auch auf Turley berücksichtigen. Der Baubeginn muss schnellstmöglich erfolgen.“

Götz erläutert: „Die Quote gilt bisher nicht für Turley, da die Grundstücke von der MWSP bereits vor Inkrafttreten der neuen Regelung verkauft wurden. Die Tom-Bock-Group plante dort vor allem Eigentumswohnungen und Mietwohnungen im gehobenen Preissegment zu errichten. Die neuen Eigentümer wollen nach eigenem Bekunden dort Mietwohnungen bauen. Deshalb fordern wir die Verwaltung auf, schnellstmöglich in Verhandlungen mit den neuen Eigentümern einzutreten, um zu erreichen, dass die 30-Prozent-Quote auf diesen Baufeldern umgesetzt wird.“

Der wohnungspolitische Sprecher der SPD-Gemeinderatsfraktion betont: „Die bisher noch nicht verkaufte Baufläche auf Turley hin zum Wohngebiet Exerzierplatz soll möglichst an eine Genossenschaft, die GBG oder ein Wohnprojekt verkauft werden, um zusätzlich bezahlbares Wohnen zu ermöglichen.“

Besonders im Hinblick auf die Bewohnerinnen und Bewohner ist die vorgesehene Tiefgarage wichtig. „Der Bau der Tiefgarage unter dem Appellplatz ist so schnell wie möglich zu realisieren, damit endlich „geordnete“ Verhältnisse beim ruhenden Verkehr auf Turley eintreten. Zudem erwarten wir von der Verwaltung, dass jetzt zügig, so wie in unserem Antrag vom Herbst letzten Jahres gefordert, Maßnahmen zur Vermeidung des Durchfahrtsverkehrs umgesetzt werden“, sagt Götz abschließend.

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