Herzogenriedpark weiterhin Streitobjekt

Auf der letzten Sitzung des Bezirksbeirats am 06 November 2019 zeigten sich die Sozialdemokraten unzufrieden über den aktuellen Stand der Planungen und Umsetzungen des Bürgerbeteiligungsprozess des Herzogenriedparks. „Der Herzogenriedpark ist das Naherholungsgebiet der Neckarstadt und die grüne Lunge für den Mannheimer Norden – das spiegelt sich aber nicht im Budget der derzeitigen Planungen wieder“, kritisierte Bezirksbeirat Sascha Brüning nach der Präsentation des derzeitigen Standes der Dinge durch Stadtparkgeschäftsführer Joachim Költzsch. Dem stimmte der Sprecher der SPD im Bezirksbeirat Neckarstadt Ost Hans Georg Dech zu. „Auch wenn sich beide Parks nicht vergleichen lassen, sieht man doch am Investitionsvolumen von 77 Mio. bis 2025 (Luisenpark) zu 1,9 Mio. bis 2020 (Herzogenriedpark), dass die Parks bei weitem nicht gleichwertig behandelt werden. Auch wenn die bisherigen Umsetzungen ein Schritt nach vorne seien, bleiben noch sehr viele Projekte die auf Umsetzung warten.“, so Dech. Ebenfalls unzufrieden zeigte sich der Neckarstädter Stadtrat Reinhold Götz. „Zwar habe sich seit der letzten Präsentation im Ausschuss für Umwelt und Technik Bewegung in der Sache gezeigt, dennoch fehle im Gegensatz zum Luisenpark nach wie vor ein seit Wochen gefordertes, umfassendes Konzept mit einer detaillierten Finanzplanung für den Herzogenriedpark.
Es kann ebenfalls nicht sein, dass der Herzogenriedpark beim 50jährigen Jubiläum beider Stadtparks im Jahre 2025 überhaupt nicht berücksichtigt werden soll. Hier muss schnell nachgearbeitet werden“, führt der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Gemeinderatsfraktion weiter aus. Besonders das Fehlen des Grünen Klassenzimmers in den bisherigen Planungen stieß der SPD-Fraktion sauer auf. „Die grüne Schule wird einer Bedarfsanalyse unterzogen“ so Költzsch. Dieses wurde von Brüning zurückgewiesen. „Der Beteiligungsprozess hat eindeutig gezeigt, dass das grüne Klassenzimmer von der Bevölkerung gewünscht ist, die Notwendigkeit einer Bedarfsanalyse ist in diesem Punkt fragwürdig!“
Auch die Frage nach dem „Satellitenstatus“ des Herzogenriedparks wurde von Joachim Költzsch nicht (eindeutig) beantwortet und auf die BuGa- Planungsgesellschaft verwiesen.
Der Ortsvereinsvorsitzende der SPD Neckarstadt Ost Belamir Evisen zeigte sich nach der Sitzung ebenfalls unzufrieden. „Leider fehlen viele von den Bürgern im Beteiligungsprozess erarbeitete Projekte oder werden unverständlicherweise einer Prüfung unterzogen, obwohl Herr Költzsch die Umsetzung zugesagt hatte. Wir werden nicht zulassen, dass die Ergebnisse des Beteiligungsprozess missachtet werden. Wir werden auf eine konsequente Umsetzung dieser Ergebnisse pochen und weiterhin an der Sache dranbleiben“, verspricht Evisen.

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