SPD-Fraktion Mannheim

Markthaus erhalten – Lebensmittelmarkt in Friedrichsfeld sichern

Die Insolvenz des Markthauses Mannheim trifft nicht nur das soziale Second Hand-Kaufhaus Neckarau, sondern auch den Lebensmittelmarkt in Friedrichsfeld. Die SPD fordert ein tragfähiges Konzept für den staatlich anerkannten Inklusionsbetrieb, um die rund 100 Arbeitsplätze und die Lebensmittelmärkte in den Stadtteilen zu erhalten.

Stadtrat Thorsten Riehle, in der SPD-Gemeinderatsfraktion für Friedrichsfeld,  zuständig erklärt: „Durch die Insolvenz des Markthauses ist Friedrichsfeld direkt betroffen. Es wäre ein herber Verlust für den Stadtteil, wenn der Markthaus-Lebensmittelmarkt im Stadtteil schließen müsste. Deshalb sollten wir alle Möglichkeiten ausloten, wie das Markthaus erhalten und seine Lebensmittelmärkte gesichert werden können.“

Das sieht auch die Friedrichsfelder SPD-Vorsitzende Pia Moog so: „Wenn wir die Infrastruktur im Vorort erhalten und damit diesen in ihrer Attraktivität stärken wollen, müssen wir das Markthaus jetzt unterstützen. Es geht uns um den Erhalt der Lebensqualität im Stadtteil. Insbesondere ältere und weniger mobile Menschen sind auf einen Nahversorger in der Nähe angewiesen.“ Moog bezweifelt ebenso wie Riehle, dass sich ein anderer Lebensmittelladen ansiedeln würde. „Große Einzelhandelsketten haben oft kein Interesse, sich im Vorort anzusiedeln. Das wird sich wohl kaum ändern.“

Deshalb, und vor allem auch weil das Markthaus als integrativer Betrieb Menschen mit und ohne Behinderung beschäftigt, die auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur wenig Chancen haben, muss die Betrieb nach Ansicht der SPD erhalten bleiben. Riehle verweist auch darauf: „Das Markthaus beschäftigt Menschen zu fairen Entlohnungs- und Arbeitsbedingungen, diese Arbeitsplätze sollten nicht wegfallen.“ Allerdings sei es wichtig, die Ursache der Insolvenz aufzuarbeiten und ein wirtschaftlich tragfähiges Zukunftskonzept zu entwickeln. Riehle weiter: „Dazu wird wohl die Hilfe der Stadt, aber auch weiterer Institutionen und Träger benötigt.“

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