SPD-Fraktionen aus Mannheim und Ludwigshafen wollen gemeinsame Ausschusssitzung zu Rheinbrücken
Angesichts der Sperrung der Kurt-Schumacher-Brücke wollen die SPD-Stadtratsfraktion Ludwigshafen und die SPD-Gemeinderatsfraktion Mannheim die zuständigen Ausschüsse beider Städte zu einer gemeinsamen öffentlichen Sitzung zusammenbringen. Die Rheinbrückengesellschaft Ludwigshafen-Mannheim soll dort über das Schadensbild, die notwendigen Maßnahmen sowie den weiteren Zeit- und Kostenrahmen informieren. Mit dieser Bitte haben sich die beiden Fraktionen in einem gemeinsamen Brief an die Oberbürgermeister Prof. Dr. Klaus Blettner und Christian Specht gewandt.
„Die Sperrung der Kurt-Schumacher-Brücke trifft unsere beiden Städte hart. Viele Menschen spüren die Auswirkungen täglich auf dem Weg zur Arbeit oder im Alltag. Mannheim und Ludwigshafen müssen sich jetzt eng abstimmen und miteinander die zentralen Fragen beraten“, so Julia May, Fraktionsvorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion Ludwigshafen.
Konkret schlagen die Fraktionen eine gemeinsame Sitzung des Ludwigshafener Bauausschusses sowie des Mannheimer Ausschusses für Umwelt und Technik und des Betriebsausschusses Technische Betriebe vor. Im Mittelpunkt soll ein ausführlicher Bericht der Rheinbrückengesellschaft stehen. Die Ausschüsse benötigen Klarheit darüber, wie schwer die festgestellten Schäden und welche weiteren Untersuchungen notwendig sind.
Darüber hinaus soll die Rheinbrückengesellschaft erläutern, welche Folgen die jüngsten Entwicklungen für die Planungen an der Kurt-Schumacher-Brücke und der Konrad-Adenauer-Brücke haben. Dabei geht es auch um den Zeitplan für weitere Maßnahmen, die voraussichtlichen Kosten und die Abstimmung der Arbeiten an den Rheinquerungen.
„Die Menschen in der Region wollen wissen, wie es mit den Rheinbrücken weitergeht. Deshalb sollte hierzu in einer öffentlichen Sitzung beraten werden. Die Rheinbrückengesellschaft muss sämtliche Fakten auf den Tisch legen“, betont Reinhold Götz, Fraktionsvorsitzender der SPD-Gemeinderatsfraktion Mannheim.
Die notwendigen Investitionen zur Ertüchtigung der Rheinquerungen werden Mannheim und Ludwigshafen nicht allein stemmen können. Nach Auffassung der beiden SPD-Fraktionen stehen der Bund sowie die Länder Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg in der Verantwortung, sich angemessen an der Finanzierung zu beteiligen. Beide Städte sollten diese Unterstützung gemeinsam und konsequent einfordern.
Bildquellen
- Brücke: Stadt Ludwigshafen
