Ausbildungsstandort Mannheim sichern: SPD setzt sich für Erhalt der Ausbildung im Holzhandwerk ein

Die SPD-Gemeinderatsfraktion Mannheim setzt sich für den Erhalt der Schreiner- und Holzfachwerker-Ausbildung an der Heinrich-Lanz-Schule ein. Hintergrund sind die Pläne des Regierungspräsidiums Karlsruhe, die Holztechnik-Ausbildung dort zu schließen und an den Standort Schwetzingen zu verlagern. Da hierfür die Zustimmung der Stadt Mannheim als Schulträgerin erforderlich ist, hat die SPD-Fraktion unmittelbar mit einem Antrag reagiert, der den Verbleib der Ausbildung in Mannheim vorsieht. Im gestrigen Bildungsausschuss am 10. Juni 2026 wurde deutlich, dass der Antrag fraktionsübergreifend auf breite Unterstützung stößt. Die Stadtverwaltung will sich nun gegenüber dem Vorhaben des Regierungspräsidiums ablehnend äußern.

„Die Heinrich-Lanz-Schule ist ein etablierter und leistungsfähiger Ausbildungsstandort mit hoher fachlicher Kompetenz, moderner Ausstattung und stabilen Schülerzahlen“, begründet die bildungspolitische Sprecherin Dr. Melanie Seidenglanz die Weiterführung der Holztechnik-Ausbildung am Standort Mannheim. „Zuletzt hat die Stadt Mannheim einen sechsstelligen Betrag in den Ausbau der Werkstätten investiert, um eine moderne Ausbildungsumgebung zu gewährleisten. Es gibt daher keinen sachlichen Grund, diese erfolgreiche Struktur aufzugeben. Zudem spielt auch die soziale Verantwortung eine wichtige Rolle: Am Standort Mannheim werden junge Menschen über berufsvorbereitende Bildungsangebote an Ausbildung und Beruf herangeführt. Ein wohnortnahes Angebot ist insbesondere für diese jungen Erwachsenen von großer Bedeutung.“  

„Der Bildungsausschuss hat ein klares Signal gesendet: Mannheim will diese Ausbildung behalten, deren Bedeutung für unsere Stadt unbestritten ist. Nun erwarten wir, dass die Stadtverwaltung dieses Votum gegenüber dem Regierungspräsidium Karlsruhe konsequent vertritt. Wer morgen qualifizierte Fachkräfte haben will, muss heute Ausbildungsangebote ausbauen und stärken – nicht verlagern. Das gilt insbesondere für das Handwerk, das wie kaum ein anderer Bereich auf gut ausgebildeten Nachwuchs angewiesen ist“, erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Reinhold Götz.

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