SPDqueer Vorstand

Generationenwechsel in der SPDqueer

Arbeitsgemeinschaft für Akzeptanz und Gleichstellung in der SPD Mannheim – Sascha Brüning einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt

Die Jahreshauptversammlung der Arbeitsgemeinschaft der SPDqueer am 20. Januar 2020 stand im Zeichen des Generationenwechsels. Hans-Peter Alter, der die AG am 31.10.2009 im Casino des Capitols mitgegründet hatte, trat nicht erneut als Vorstandsvorsitzender an und machte damit den Weg für einen neuen Vorstandsvorsitzenden frei. „Nach 11 Jahren ist es auch mal genug, da muss neues Blut für neue Ideen in die Arbeitsgemeinschaft kommen“ so Alter.

Nach Grußworten aus den Arbeitsgemeinschaften der Jusos, AsF, AfA und AfB berichtete er aus dem vergangenen Jahr, das sich aufgrund der mangelnden „Manpower“ ausschließlich auf den Kommunalwahlkampf und den CSD 2019 beschränkte. „Die Kultourtram war wieder ein voller Erfolg und beim CSD stellte die SPDqueer mit Unterstützung der Jusos erneut die größte Fußgruppe“ führte Alter aus. Auch führte man mit den queeren Kandidaten der SPD Mannheim Kai Friedrich und Thorsten Riehle, sowie der stv. Vorstandsvorsitzenden Nazan Kapan einen engagierten Wahlkampf mit eigenen Flyern und einer Kneipentour

Nach der Entlastung des Vorstandes wurden die Vorstandswahlen durchgeführt. Einziger Bewerber für den Vorstandsvorsitz war Sascha Brüning. Dieser führte aus, er wolle sich in seiner ersten Amtszeit sowohl auf die Erneuerungen der Strukturen, intensivere Kooperationen mit den weiteren Arbeitsgemeinschaften der SPD Mannheim als auch eine höhere Sichtbarkeit in der Mannheimer Community konzentrieren. Desweiteren betonte er, dass man „auch Druck auf den Bundesverband ausüben wolle, etwa bei der Frage der Aufnahme des Schutzes der sexuellen Identifizierung und Geschlechtsidentität in §3 GG oder der Abschaffung des völlig veralteten Transsexuellengesetzes“.

Sascha Brüning wurde im Anschluss an seine Ausführung einstimmig zum neuen Vorstands-vorsitzenden gewählt. Mehr Rechte für trans und intersexuelle Menschen forderte auch Gwendolyn Mingham, welche sich als Stellvertreterin bewarb. „Blickt man auf trans, nicht binäre oder intergeschlechtliche Menschen gibt es noch eine Menge zu tun. Das Transsexuellengesetz muss endlich reformiert werden, fremdbestimmte normangleichende Operationen bei intergeschlechtlichen Kindern gehört ebenso verboten wie die Konversionstherapie.“ Auch sie wurde nach ihrer Rede einstimmig gewählt. Nach einer ebenfalls einstimmig beschlossenen Größe des Vorstands auf 5 Beisitzer konnten Nazan Kapan, Hans-Peter Alter, Harald Blaull, Steven Mohlau und Kai Friedrich den Vorstand ergänzen

Weiterhin trifft sich die Arbeitsgemeinschaft an jedem dritten Dienstag im Monat an wechselnden Orten. Die Vorstandssitzungen sind (wenn nicht anders angegeben) mitgliederöffentlich und es sind alle Freunde/innen und Mitglieder der SPDqueer eingeladen, teilzunehmen und sich einzubringen.

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