„Betreuungsrecht und Vorsorgemöglichkeiten“

Informationen und Fragen zu Themen, die uns alle betreffen (können).

Wenn man als volljähriger Mensch infolge eines Unfalls oder einer Erkrankung bzw. Behinderung die eigenen rechtlichen Angelegenheiten nicht (mehr) selbst erledigen kann und keine oder keine ausreichende Vorsorgevollmacht erteilt hat, kann man darauf angewiesen sein, dass das Gericht einen rechtlichen Betreuer oder eine Betreuerin zur Unterstützung und Interessenswahrnehmung bestellt. 

In unserem Land gibt es derzeit rund 1,3 Millionen rechtliche Betreuungen. Diese Zahl ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen, was vor allem auf die alternde Bevölkerung zurückzuführen ist. Die Betreuungen werden von ehrenamtlichen, vereinsmäßigen und beruflichem Betreuer*Innen geführt. Der rechtliche Betreuer bzw. die Betreuerin unterliegt der Aufsicht und Kontrolle durch das Betreuungsgericht. 

Das reformierte Betreuungsrecht macht die Wünsche betreuter Menschen zum zentralen Maßstab für diese Aufsicht und Kontrolle. Eine rechtliche Betreuung kann nur dann eingerichtet werden, wenn andere Hilfen, vor allem nach dem Sozialrecht, ausgeschöpft sind und nicht ausreichen. 

Mit einer Vorsorgevollmacht kann man eine Vertrauensperson bevollmächtigen vertretungsweise zu entscheiden und zu handeln, wenn man aufgrund von Unfall, Krankheit oder Alter dazu selbst nicht mehr in der Lage ist. Damit vermeidet man eine gerichtlich angeordnete Betreuung und legt selbst fest, welche Bereiche (z. B. Finanzen, Gesundheit, Wohnungsangelegenheiten) abgedeckt werden sollen. 

Mit einer Patientenverfügung sichert man sein Selbstbestimmungsrecht für den Fall, dass man seine Wünsche gegenüber Ärzten nicht mehr äußern kann. Zu diesen und anderen Punkten informiert auf Einladung der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus am Mittwoch, 11. März um 15 Uhr im Karla-Spagerer-Saal (Murgstraße 3-11) Felix Biro vom Betreuungsverein der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Mannheim und steht für die Fragen der Besucher*Innen gerne zur Verfügung. (Der Zugang zum Saal erfolgt barrierefrei über den Hof.)

Zu der Veranstaltung sind nicht nur SPD-Mitglieder, sondern alle Interessierte jedweden Alters herzlich eingeladen. Es handelt sich um ein Thema, dass man gerne aufschiebt aber für uns alle jederzeit und auch schlagartig von Bedeutung werden kann.

Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung unter diesem Link gebeten:

https://lets-meet.org/reg/3926dfe45504c4e3cf

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